Atletico Madrid

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Stadion Vicente Calderon Atletico Madrid

Atletico Madrid wurde am 26. April 1903 gegründet und ist neben den Königlichen die zweite Kraft in der spanischen Hauptstadt und einer der großen Traditionsvereine Spaniens. Ursprünglich ist Atletico Madrid aus dem nordspanischen Verein Athletic Bilbao hervorgegangen. Nach einigen Namensänderungen wurde am 14. Januar 1947 der Verein letztmalig umbenannt in „Club Atlético de Madrid“. Der von zahlreichen nationalen und internationalen Trophäen gepflasterte Weg von Atletico Madrid endete für alle völlig überraschend in der Horrorsaison 1999/2000, als der Verein erstmalig in die zweite spanische Liga abstieg. Die Rückkehr in die Primera Divison in der Saison 2001/2002 war dann der Anfang einer goldenen Ära, die in den Jahren 2010 und 2012 um den langjährigen Erfolgstrainer Diego Simeone gleich zweimal zum Gewinn der UEFA Europa League führte und mit dem Champions League Finale 2014 seine Krönung hätte finden können.

Estadio Vicente Calderon, Stadion von Atletico Madrid. AussenansichtEstadio Vicente Caldero, Stadion von Atletico Madrid
Estadio Vicente Calderón
Estadio Vicente Calderón
Paseo Virgen del Puerto 67,
28005 Madrid
Imperial
02.10.1966
1982
62.000
54.851 Plätze
46.454 (Saison 14/15)
Fondo Norte, Oberrang

Vicente Calderón: Stadion von Atletico Madrid

Seine Heimspiele bestreitet Atletico Madrid im 1961 eröffneten Estadio Vicente Calderón, das bis zu seiner Umbenennung 1971 als Estadio Manzanares bekannt war. Das Stadion bietet Platz für 54.851 Zuschauer und bringt jeden Nostalgiker alter Stadien ins Schwärmen. Das weite und zum größten Teil unüberdachte Rund bietet dank der steil abfallenden Tribünen einen hervorragenden Blick auf das Spielfeld. Trotz der Tatsache, dass nur ca. 18.000 Plätze eine Überdachung haben, zeichnet sich das Estadio Vicente Calderón durch eine kraftvolle Akustik aus.

Das Vicente Calderón hat mit der „Preferencia“ (West) nur eine überdachte Tribüne. Gegenüber im Osten befindet sich die Gegentribüne „Lateral“. Im Süden sind die Ultras von Atlético Madrid beheimatet und auf der Fondo Norte (Nordtribüne) sind die Gästefans untergebracht. Der Gästeblock befindet sich im Oberrang der Fondo Norte am offenen Ende der Tribüne in Richtung der „Preferncia“. Die Blöcke 507/508 und 407/408 stehen den Gästefans zur Verfügung. Das Ticketkontingent für Auswärtsmannschaften liegt bei ca. 3000 Tickets. Die Preise schwanken je nach Spiel zwischen 35€ und 80€.

Unser Tipp: Für einen Blick hinter die Kulissen bietet sich eine geführte Stadiontour mit Blick in die Umkleidekabinen, die VIP und Presse-Räume oder die Präsidenten-Suite oder das Vereinsmuseum an.

  • Kosten: 10€ (Aufpreis für Museumsbesuch)
  • Uhrzeiten: Dienstag bis Freitag um 13:00, 17.30 (2 Mal täglich) & Samstag & Sonntag (und tgl. für Sommer): 12:00, 13:00, 16:30, 17:30

Fans und Atmospäre

Die extreme Heimstärke von Atletico Madrid kommt nicht von ungefähr. Die Anhänger des Arbeiterclubs haben ein heißblütiges Temperament und verwandeln das Estadio Vicente Calderón häufig in einen Hexenkessel. Die Anhänger von Atletico, die sogenannten „Rojiblancos“, entstammen im Gegensatz zu den Fans von Real Madrid eher aus dem Arbeitermilleu. Da sich häufig Fans aller Tribünen an den Fangesängen beteiligen ist die Lautstärke häufig sehr beeindruckend.

Für Schlagzeilen sorgen immer wieder die als rechtsgerichtet geltende Ultra-Gruppierung der „Frente Atlético“. Nach dem Tod eines Deportivo-Fans als Folge einer Schlägerei mit Ultras der „Frente“ hat der Verein der Ultra-Gruppierung mittlerweile den Status eines offiziellen Fanklubs entzogen.

Sightseeing in Madrid

Wer sich in die spanische Hauptstadt begibt, sollte nach Möglichkeit etwas mehr Zeit einplanen, denn die 3,2 Millionen Einwohner zählende Metropole hat auch in kultureller Hinsicht einiges zu bieten. Die in 21 Verwaltungsbezirke aufgegliederte Stadt liegt im Zentrum Spaniens und blickt auf eine bewegte Geschichte zurück, in deren Verlauf sowohl christliche als auch arabische Herrscher Einfluss auf die Baukultur nahmen. Besonders sehenswert sind der Königspalast und die Almudena-Kathedrale, die gemeinhin als eines der Wahrzeichen der Stadt gilt. Abseits klassischer Sehenswürdigkeiten, die größtenteils aus der frühen Neuzeit stammen, sollte auch ein Besuch auf dem Plaza Major nebst einer Stippvisite in den unzähligen urigen Kneipen der Altstadt auf der to-do-Liste stehen.

Tipps:

  • Mahou Clásica (lokales Bier)
  • Cochinillo asado (geröstetes Spanferkel)
  • Botin (laut Guinnes Buch das älteste Restaurant der Welt)

Bildquellen