FK Krasnodar

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Der am russischen Fluss Kuban gelegene Fußballklub FK Krasnodar, ist in der gut 800.000 Einwohner-Stadt Krasnodar beheimatet. Der Verein ist der jüngste Fußballklub in der Premjer Liga – und einer aufstrebenden Vereine des Landes. Erst 2008 von einem russischen Unternehmer gegründet entwickelte sich FK Krasnodar rasch zu einer etablierten Größe in Russlands höchster Spielklasse. So stieg der Verein bereits in der ersten Saison in die 2.Division auf und fand sich bereits 2010 im russischen Oberhaus wieder. Die rasante Entwicklung gipfelte in der Saison 2013/14 mit der bis dato besten Saisonleistung der Klubgeschichte – dem fünften Platz in der Premjer League und dem erstmaligen erreichen der Europa League Gruppenphase.

Dreifacher Europa League Teilnehmer

National gelang es FK Krasnodar mit finanzkräftiger Unterstützung eines russischen Milliardärs, sich nach der erstmaligen Europa League Teilnahme noch zwei weitere Male für die Europa League zu qualifizieren, zuletzt 2015/16. Doch anders wie bei den meisten russischen Emporkömmlingen, ist der Erfolg des FK Krasnodar nicht nur auf die Finanziellen Mittel zurück zu führen.

„Lumpenreiner“ Geschäftsmann mit durchdachtem Konzept

Anders als üblich bei russischen Fußballklubs, wird von Inhaber Galitski nicht einfach ein paar Millionen Euro, für teure fertige Stars, in den Kader des FC Krasnodar investiert. Während beispielsweise Zenit St. Petersburg mit finanzieller Unterstützung vom staatlichen Gasanbieter „Gazprom“ auf Aktionismus und kurzfristigen Erfolg setzt, verfolgt Galitski einen langfristigen Plan.

Gründer Galitsky FK Krasnodar

Mit durchdachtem Konzept, Beständigkeit, Fleiß und Ausdauer sowie einem attraktiven Offensivfußball gelang es ihm auch Anhänger anderer Vereine für den FK Krasnodar zu begeistern. So wie er den Verein führt, kam er auch zu seinem Reichtum. Mit ehrlicher harter Arbeit stieg er zu einem der erfolgreichsten Geschäftsmänner des Landes auf und baute die führende Handelskette Russlands auf. Auch das sonst so traditionell (un)transparentem russische Fußballgeschäft konterkariert er mit medialer Offenheit und Kommunikation.

Fußballakademie im Fokus

Besonderes Augenmerk schenkt Galitski dem Nachwuchs. Damit unterscheidet er sich auch mit dieser strategischen Ausrichtung von anderen Oligarchen. Stets betont er, seine Wunschvorstellung sei es eines Tages eine komplette Anfangself aus der Krasnodar-Akademie in der Profimannschafft auf dem Spielfeld zu sehen. Auch der ehemalige russische Nationaltrainer Fabio Capello, hat die Fußballakademie einst als „eine der besten der Welt“ gelobt.

FK Krasnodar Kuban Stadion innenNeues Krasnodar Stadion FK Krasnodar
Kuban Stadion
Kuban Stadion
Zheleznodorozhnaya ul. 49, Krasnodar, Krasnodar Krai – Russland 350038
Krasnodar
14. Mai 1961
2008
40.000
35.200
10.939 (Saison 15/16)
Nord-Tribüne, Block 4-6

Kuban Stadion – Spielstätte von FK Krasnodar

Die Spieler vom FK Krasnodar tragen ihre Heimspiele seit Gründung des Vereins im Jahr 2008 im Kuban Stadion aus. Neben dem FK Krasnodar dient das Kuban-Stadion auch als Heimstätte des Lokalrivalen FK Kuban Krasnodar. Eröffnet wurde es am 14. Mai 1961 mit der Partie Spartak Krasnoda gegen Spartak Stawropol. Das ehemalige Leichtathletikstadion bot 20. 000 Zuschauern Platz bzw. Stand, da es sich ausschließlich um Stehplätze handelte. Nach einem umfangreichen Umbau 2001 mussten die Stehplätze auf Haupt und Gegentribüne neuen Sitzplätzen weichen. Die Stadionkapazität wurde durch Schaffung von zwei neuen Rängen, die sich über der alten Haupt und Gegentribüne befinden, auf 40.000 Plätze erweitert. Jedoch wurde die Kapazität aufgrund von UEFA Bestimmungen um die Sicherheit der Zuschauer zu gewährleisten, auf 32.500 reduziert.

Mit dem Umbau ging auch die Errichtung von Flutlichtmasten und die Einrichtung von Businessitze, VIP-Plätzen und Medienplätze einher. Nach einer weiteren Renovierung 2008 zählt es zu den modernsten Stadien des Landes, obwohl nur wenige Plätze überdacht sind. Das Stadion entspricht den FIFA und UEFA-Bestimmungen und kann somit als Austragungsort für Weltmeisterschafts,- oder Europameisterschaftsspiele genutzt werden. Derzeit lässt Besitzer Gliski für etwa 200 Mio. Euro ein neues Stadion bauen, das dann auch Austragungsort für die Fußball Weltmeisterschaft in Russland sein soll.

Wissenswertes und Tipps für Auswärtsfahrer

Die Anreise zum Stadion gestaltet sich sowohl mit dem öffentlichen Nahverkehr, als auch mit dem Auto gut. Das Stadion liegt im Südwesten Krasnodars und hat eine gute infrastrukturelle Anbindung und bietet zwei große Parkplätze westlich vom Stadion. Bein öffentlichen Nahverkehr kann man bedenkenlos auf den Bus zurückgreifen, da ausreichend viele Linien das Stadion im Stadtgebiet ansteuern und das Verkehrsaufkommen auch nicht so groß ist wie beispielsweise in Moskau. Eintrittspreise für Auswärtsfahrer nur etwa Zehn Euro.

Stadionplan Kuban Stadion

Der Gästebereich befindet sich auf der Nordtribüne in den Blöcken 4 – 6. Über die Anhänger des FK Krasnodars ist nicht sehr viel bekannt, außer dass sie als moderat gelten. Vor allem im Vergleich zu den Anhängern des Ortsrivalen FK Kuban Krasnodar. Abseits des Platzes bietet die rund 830.000 Einwohner Stadt Krasnodar eine schöne Architektur. Denn Krasondar ist einer der wenigen russischen Städte die vom Zerfall der Sowjetunion kaum getroffen wurden. Somit sind viele alte Gebäude, wie die Kathedrale der heiligen Trinität sehr gut erhalten. Was die Stadt sonst noch zu bieten hat, haben wir in unseren Kurztipps zusammengestellt.

 
 
Tipps:

  • Zum Shoppen: – uliza krasnaja, Prachtstraße zu Bummeln
  • Fürs Auge: Iceberg Skating Palast – Eis Show Carmen -Sehenswert
  • Gegen den Hunger: Balkan Grill – Regionale Gerichte allerdings zum fairen Preis, englische und zum Teil deutschsprachige Bedienung
  • Gegen den Durst: Alpine Pub O`Hara – Guinness mitten in Russland

(Un)bekannte Fußballer und Nikolaj Komilitschenko

Neben nicht ganz so bekannten „Fußballgrößen“ wie den beiden Brasilianern Joazinho und Wanderson oder dem bisher teuersten Spieler – dem Schweden Granqvist, ist vor allem Stürmer Nikolaj Komlitschenko der Stolz der Fans. Im Alter von 19 Jahren war er der erste Akademieschüler, der sein Debüt als Profi bei FK Krasnodar feierte.

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