Sporting Braga

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Sporting Braga ist ein Fußballverein in Portugal. Gegründet wurde der Club, dessen offizieller Name Sporting Clube de Braga ist, im Jahr 1921. Erstmals war der Verein im Jahr 1947 erstklassig, stieg aber im Laufe der Jahre auch regelmäßig wieder ab. Seinen größten nationalen Erfolg feierte der SC Braga im Jahr 1966, als der Club aus dem Norden Portugals den portugiesischen Pokal mit einem 1:0 Sieg gegen Vitória Setúbal gewann.

Durch diesen Erfolg startete Sporting Braga erstmals im Europapokal der Pokalsieger und erreichte die zweite Pokalrunde. Dieses Kunststück gelang dem Club erneut in den Saisons 1982/83 und 1998/99, wo sie jeweils als unterlegener Pokalfinalist starten durften. In den Jahren 1978/79, 1984/85 und 1997/98 konnte sich Sporting Braga für den UEFA-Cup qualifizieren. Zum Dauergast wurde der Verein dann ab 2004 bis 2010 im UEFA-Cup und anschließend in der Europa League, wo der Verein einige Male das Achtelfinale erreichte. In der Saison 2010/11 schließlich reichte es mit einem 2. Platz in der Meisterschaft erstmals für die Champions League. Dort schaffte die Mannschaft den 3. Platz in der Gruppenphase und spielte danach in der Europa League weiter, wo Sporting Braga bis ins Finale durchmarschierte. Dort unterlag der Club dem portugiesischen Ligarivalen FC Porto mit 1:0.

Estadio Municipal de Braga, Sporting Braga StadionStadion Sporting Braga, Estádio Municipal de Braga
Estádio Municipal de Braga
Estádio Municipal de Braga
Parque Norte R. de Montecastro
4700-087, Braga, Portugal
Stadtrand im Wohngebiet
30.12.2003
Neubau zur EM 2004
30.286 Plätze
6.587 (Saison 14/15)
Oberrang: Blöcke A15 and A16
Unterrang: A7, A8

Estádio Municipal: Stadion von Sporting Braga

Sporting Braga trägt seine Heimspiele im Estádio Municipal de Braga aus, welches für die EURO 2004 neu gebaut und im Jahr 2003 mit einem Fassungsvermögen von 30.286 Besuchern eröffnet wurde. Architektonisch gilt es weltweit als eines der spektakulärsten Stadien. Für den Bau mussten tausende Tonnen Gestein abgetragen werden, damit die Haupttribüne in die Felsen des Monte Castro gehauen werden konnte. Hnter den Toren gibt es keine Tribünen, sodass sich sämtliche Plätze auf die Haupt- und Gegentribüne mit jeweils etwas mehr als 15.000 Sitzplätzen verteilen. Fast abenteuerlich ist der Zugang auf die Haupttribüne. Um die regulären Eingangstore zu erreichen, muss man eine kleine „Bergwanderung“ unternehmen. Wer es etwas flacher bevorzugt kann von der Gegentribüne aus durch einen Tunnel unterhalb der Spielfläche entlang zur Haupttribüne gelangen.

Die Gästeblöcke in Braga liegen im südlichen Teil der Nordtribüne wo der Felsen das Ende der Tribüne markiert. Je nach Ticketnachfrage sind es die Blöcke A7 und A8 im Unterrang, bzw. A15 und A16 im Oberrang.Die Fanszene von Sporting Braga ist im Vergleich zu den anderen drei großen portugiesischen Vereinen schon deutlich kleiner und lokal auf die Region Braga begrenzt. Im Durchschnitt besuchen ein paar Tausend Zuschauer die Spiele, das Stadion ist daher auch sehr selten ausverkauft.

Hier noch ein paar schöne Eindrücke von diesem tollen Stadion:

Die Stadt Braga entdecken

Braga liegt im Norden Portugals nahe der spanischen Grenze hat rund 180.000 Einwohner. Die Stadt ist gerade für kulturinteressierte Fußballfans ein lohnenswertes Ziel. Neben dem Fußball gibt es unzählige Sehenswürdigkeiten zu besuchen von denen wir folgend ein paar nennen:

  • Kathedrale mit zahlreichen Kunstschätzen
  • Jardim de Santa Bárbara (einer der schönsten Gärten des Landes)
  • Römische Ruinen von Bracara Augusta
  • Citânia de Briteiros (Festungsanlage)

Sehenswert ist die Altstadt mit ihren altehrwürdigen Gebäuden, dazwischen bilden moderne Restaurants und zahlreiche lebhafte Bars einen tollen Kontrast. Beliebter Treffpunkt ist auch der größte Markt der Region. Er findet immer am Donnerstagmorgen statt und von traditionellen Töpferwaren bis hin zu frischem Obst und Gemüse kann man so ziemlich alles erstehen. Wer unter der Woche in Braga zu einem Spiel der Champions- oder Europa League weilt, sollte den Bummel über den Markt nicht versäumen.

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