Vitesse Arnheim – Verein, Stadion und Fans

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Der höllandische Sportverein Vitesse Arnheim wurde im Jahr 1892 gegründet und trägt den offiziellen Namen Stichting Betaald Voetbal Vitesse – kurz SBV Vitesse. Vor der Gründung der Eredivisie 1956 – der ersten niederländischen Liga – spielte Vitesse durchaus erfolgreichen Fußball, allerdings nur in regionalen Ligen. Glorreiche Zeiten blieben aus, weswegen der Verein momentan auf Platz 13 der ewigen Tabelle liegt. Erst seit den 90er Jahren ist Vitesse Arnheim regelmäßig in der oberen Tabellenregion angesiedelt. Dabei reichte es 1997/98 zur bisher besten Platzierung, als man überraschend Dritter wurde. Mit dem nationalen Pokalsieg 2016/17 gelang erstmals der ganz große Coup.

Auf europäischer Bühne konnte der Verein keine großen Wunder vollbringen: Vitesse schaffte es nie weiter als in ein UEFA-Cup-Achtelfinale. Dabei schied man 1990 gegen Sporting Lissabon und 1992 gegen Real Madrid aus. Zuletzt scheiterte man immer wieder in den Qualifikationsspielen zur Europa-League, ehe der Triumph im holländischen Pokal den direkten Einzug in die Gruppenphase 2017/18 brachte.

GelreDome – das Stadion von Vitesse Arnheim

Die Heimat des niederländischen Erstligist entstand von 1996 bis 1998, ehe sie beim 4:1-Erfolg gegen NAC Breda ihre Eröffnung feierte. Das GelreDome ist ein hochmodernes Fußballstadion mit Platz für mehr als 21.000 Zuschauer. Es verfügt nicht nur über ein schließbares Dach, sondern auch über ein bewegliches Spielfeld. Dadurch kann der Rasen bei anderen Veranstaltungen wie Konzerten entfernt und damit geschont werden.

GelreDome Westtribüne, Vitesse Arnheim

Die Arena diente schon kurz nach ihrer Eröffnung als Spielort der Europameisterschaft 2000 und beherbergte dabei drei Gruppenspiele. Darüber hinaus war das GelreDome 2007 einer der Austragungsorte bei der U21-Europameisterschaft, als die Niederlande im eigenen Land den Titel holten. Auf Klubebene war wohl das Duell mit Werder Bremen einer der größten und kuriosesten Momente. Nach einem 3:3-Unentschieden in Bremen siegte Vitesse Arnheim mit 2 zu 1. Dabei erzielte ausgerechnet der holländische Verteidiger Frank Verlaat von Werder Bremen ein Eigentor und damit den Siegtreffer für Vitesse.

Vitesse Arnheim, GelreDome Stadionplan

Bei Heimspielen des Vereins befinden sich die Heimfans auf der südlichen Stadionseite, während der Gästeblock in Arnheim auf der nördlichen Hintertor-Tribüne liegt. Er umfasst die Blöcke 125 und 126 sowie 225 und 226, wobei der Zugang über das Eingangstor Q erfolgt.

Fankultur in Arnheim

Mit einem Zuschauerschnitt, der zwischen 15.000 und 20.000 pendelt, liegt die Anhängerschaft des Vereins auf einem Platz im Mittelfeld. Nichtsdestotrotz stehen die Arnheimer Fans im Allgemeinen für einen soliden Support. Die Tribünen im heimischen GelreDome erstrahlen bei Spielen in den Vereinsfarben schwarz und gelb. Dabei ist die Aufmachung im Vergleich zur deutschen Fanszene relativ einfach gehalten –
Schalparaden und Meere aus schlichten schwarz-gelben Fahnen prägen das Bild im Heimblock.

Fans Vitesse Arnheim

Bei diversen Heimspielen überzeugte die Anhängerschaft mit sehenswerten Choreografien in Form von riesigen Blockfahnen. Auch mit Fangesängen unterstützen die Fans ihr Team, wobei auch oftmals auf der Haupttribüne mitgemacht wird. Allerdings sind die optischen sowie akustischen Highlights nur phasenweise zu vernehmen – wie so oft in Abhängigkeit vom Ergebnis. Auswärts scheint dies etwas anders zu sein: In der Europa-League-Qualifikation machten die Arnheimer trotz einer 0:3-Niederlage ordentlich Party in Southampton.

Die Stadt Arnheim

Arnheim liegt im östlichen Teil der Niederlanden und hat mehr als 150.000 Einwohner. Es lockt mit einem umfassenden Kulturangebot und einer ansonsten ruhigen Atmosphäre. Mit diversen Museen und Parks lädt die Stadt zu ein paar entspannten Stunden oder sogar Tagen rund um den Besuch im GelreDome ein.

Freilichtmuseum Arnheim, Vitesse Arnheim

Ein Beispiel des üppigen Kulturangebotes ist das Niederländische Freiluftmuseum, das auf jeden Fall einen Besuch wert ist. Darüber hinaus sind Einblicke in die protestantische Eusebius-Kirche möglich, die 93 Meter hoch reicht und die zweitgrößte Carillonglocke der Niederlanden inne hat.

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