FC Paris Saint-Germain

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Paris Saint-Germain (PSG) wurde 1970 gegründet und ist seitdem der größte Fußballverein in der französischen Hauptstadt. Die letzte Jahre sind mit vier Meisterschaften in Folge die erfolgreichsten in der bald 60jährigen Vereinsgeschichte. Das liegt vor allem an den Geldgebern aus dem Katar. Nachdem PSG nach der Jahrtausendwende von einer großen Schuldenlast betroffen wurde investierten die Scheichs nach der Übernahme des Clubs 2011 hunderte Millionen in den Hauptstadtclub. Das zugeführte Fremdkapital ermöglichte den Kauf internationaler Superstars wie Zlatan Ibrahimovic oder David Luiz. Der größte Erfolg auf internationaler Ebene war der Gewinn des Europapokals der Pokalsieger in der Spielzeit 1995/96.

Prinzenparkstadion, Stadion Paris Saint-GermainParc des Princes, Stadion Paris Saint-Germain
Prinzenparkstadion
Parc des Princes
Boulogne-Billancourt
-Wohlhabende Gegend
-Cafés, Bars in der Nähe
18.07.1897
1932, 1972
49.691 Plätze
45.789 (Saison 14/15)
Süd-Ost-Ecke, Oberrang: 301, 302; Unterrang: 101, 102

Der Prinzenpark: Stadion von Paris Saint-Germain

Sitzplan_Prinzenparkstadion

Das Prinzenparkstadion (Parc des Princes) bietet 49.000 Zuschauern bei nationalen Heimspielen und gut 44.000 Zuschauern bei internationalen Begegnungen Platz. Bis zur WM im eigenen Land 1998 war der Prinzenpark außerdem das wichtigste Stadion der französischen Nationalmannschaft. Im Jahr 1897 ursprünglich als Radrennbahn eröffnet und seitdem mehrfach renoviert, hat das Stadion trotz aller Modernisierungen seinen eigenen Charme behalten. Das Stadion liegt im 16. Arrondissement direkt am Pariser Autobahnring. Das Prinzenpark-Stadion besteht aus den Kurven „Auteuil“ im Norden und „Boulogne“ im Süden. Die Tribünen an der Längsseite sind im Westen die Tribune „Paris“ und gegenünerliegend die Tribune „Borelli“. Üblicherweise sind die Fans von Paris Saint-Germain in den Kurven „Virage Boulogne“ und „Virage Auteuil“ beheimatet.

Stadionplan_Prinzenpark_Gästeblock

Der Gästeblock hat durch Umbauarbeiten in den letzten Jahren häufiger gewechselt. Früher waren Gästefans in der Nord-West-Ecke des Stadions untergebracht. Aktuell sind die Gästeblöcke in der Süd-Ost-Ecke des umgebauten Prinzenparkstadions zu finden, und zwar genau dort, wo früher der Block K der Pariser Ultras „Kop K“ war. Die Gästefans verteilen sich auf den Oberrang in den Blöcken 301 – 302 (orangene Tickets) und auf den Unterrang in den Blöcken 101 – 102 (blaue Tickets). Zugang zum Gästeblock erfolgt über die Rue du Commandant Guilbaud. Die Stadiontore öffnen ab 17:45 und Gästefans werden gebeten, sich bis spätestens 19:30 am Stadion einzufinden. Das Ticketkontingent für Gästefans beträgt in der Regel 2.000 Karten.

Fankultur bei Paris Saint-Germain

Bis vor wenigen Jahren war Paris Saint-Germain für seine problematischen Ultra- und Hooligangruppen gefürchtet. Die Gewaltbereitschaft war verglichen mit anderen europäischen Spitzenclubs hoch, wobei sich die Anfeindungen nicht nur auf gegnerische Fans beschränkten, sondern häufig auch gegen die eigenen Anhänger richtete. Innerhalb der Fanszene von Paris Saint-Germain gab es häufig Ausschreitungen rivalisierender Gruppen. Bei Kämpfe zwischen den rivalisierenden Fans aus der Nord- bzw- Südkurve gab es in der Saison 2009/10 einen Todesfall.

Vereinspräsident Robin Leproux stemmte sich ab der Saison 2011/2012 mit einem Programm „tous PSG“ gegen die eskalierende Gewalt. Er löste alle Fangruppen auf und sorgte dafür, dass Dauerkarteninhaber jedes Spiel einen neuen Platz zugewiesen bekamen. So konnten sich keine Gruppen mehr bilden. Außerdem gab es gesonderte Kontingente für Frauen und Kinder um neue Zielgruppen anzusprechen und um eine freundlichere Stadionatmosphäre zu schaffen. Im Hinblick auf Konflikte und Gewaltbereitschaft ist die Strategie ein Erfolg, stößt logischerweise bei der eingefleischten Anhängerschaft von Paris Saint-Germain auf große Kritik. Insgesamt ist der Besuch im Prinzenpark-Stadion für Auswärtsfans sicherer geworden als noch vor einigen Jahren.

Pyrotechnik wird in Frankreich streng bestraft, schon häufiger mussten Fans wegen solcher Delikte mehrere Tage im Gefängniss verbringen. Einige Ultra-Gruppierungen verzichten daher inzwischen auf Pyro um sich, aber auch ihre Vereine vor den harten Sanktionen zu schützen.

Paris entdecken

Zweifelsohne gehört Paris zu den interessantesten Metropolen Europas, in dessen Ballungsraum zwölf Millionen Menschen leben. Weltbekannte Sehenswürdigkeiten wie der Eiffelturm, der Arc de Triomphe oder der Louvre laden außerhalb des Stadions zu einer Entdeckungsreise ein. Preise für Restaurants und Hotels sind vergleichsweise sehr hoch, günstiger und immernoch charmant wird es, je weiter man sich von der Innenstadt entfernt. Die beliebtesten Viertel mit Pubs und Bars liegen im Viertel „Oberkampf“ rund um die Bastille. Für eingefleischte Fußballfans ist außerdem eine Besichtigung des Stade de France vor den Toren von Paris möglich. Treffpunkt der meisten Auswärtsfans ist der Eiffelturm bzw. die Parks und Plätze in seiner Umgebung.

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