AS Monaco

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Der im Fürstentum Monaco beheimatete Fußballclub AS Monaco wurde am 1. August 1919 gegründet. AS Monaco war ein Fußballverein ohne eigene Liga. Das macht aber nichts, denn der kleine, aber feine Verein inmitten des Fürstentums Monaco darf stattdessen bereits seit 1948 in der Profiliga des großen Nachbarn Frankreich mitspielen. Und das mit Erfolg: Fünf Pokalsiege und sieben Meistertitel sprechen eine deutliche Sprache. Zwei Mal stand der Club bereits im Finale eines europäischen Wettbewerbs. 1992 zogen die Monegassen im Finale der Pokalsieger gegen Werder Bremen den Kürzeren. Gegen dessen „schachbrettartige Kombinationskonter“ (O-Ton Otto Rehhagel) war damals eben kein Kraut gewachsen. Auch zwei Jahre später reichte es im CL Finale 1994 s für den AS Monaco – trotz Jürgen Klinsmann – nur zum Vize-Titel. „Vize ist Käse“ – das wissen also nicht nur Rainer Calmund und Bayer Leverkusen.

AS Monaco | Abstieg als Investoren-Magnet

Dem AS Monaco ist nach langen ruhmreichen Jahren im Jahr 2011 der Weg in die Zweitklassigkeit nicht erspart geblieben. Unterstützt durch einen neuen russischen Investor, der heute auch Vereinspräsident ist, gelang der direkte Wiederaufstieg. Die Saison 2013/14 beendete der Club auf Platz 2 der Ligue1 – ein Erfolg, den der Verein sich einiges hat kosten lassen. Satte 130 Millionen, so heißt es, wurden vor der Saison in neue Spieler investiert – unter anderem in den kolumbianischen Nationalspieler James Rodriguez, der während der WM 2014 in Brasilien für Furore sorgte und prompt zu Real Madrid abwanderte. Sonne und Meer sind eben doch nicht alles.

Stade Louis II, Stadion AS MonacoStadeLouisII - AS Monaco
Stade Louis-II
Stade Louis-II
Im Süden von Monaco
7 Avenue des Castelans, 98000 Monaco
Fontvieille
25.01.1985
2002
18.523 Plätze
7.843 (Saison 15/16)
31.508
Blöcke: G-H

Stade Louis II – Heimstätte vom AS Monaco

Der Stadtstaat Monaco ist mit einer Fläche von nur gut zwei Quadratkilometern nach der Vatikanstadt flächenmäßig das kleinste Land Europas. Hier leben 36.000 Menschen, knapp 80 % davon sind Ausländer ohne monegassischen Pass. Mit ausreichend Geld in der Tasche lässt es sich hier gut leben. Wie das Fürstentum ist auch das Heimstadion Louis II. des AS Monaco klein, aber fein. Das kombinierte Leichtathletik- und Fußballstadion bietet Platz für 18.500 Zuschauer – Stehplätze gibt es hier nicht. Der Gästebereich bietet etwa 1000 Auswärtsfahrern Platz und befindet sich in den Blöcken G-H. Wer also eine Auswärtsfahrt zu einem der exklusivsten Clubs Europas plant, der sollte sich rechtzeitig nach Tickets umsehen.

Stade Louis II Innenbereich, Stadion AS Monaco

 

Wissenswertes und Tipps für Auswärtsfahrer

Monaco als europäisches Ziel für eine Auswärtsfahrt ist natürlich mehr als attraktiv, die Lage direkt am Mittelmeer einfach nur traumhaft. Blaues Meer, Buchten, rosafarbene Villen – das alles hat seinen Preis. Trotzdem kann man in Monaco auch als Fußballfan zu einigermaßen erschwinglichen Preisen Fußball genießen und gleichzeitig Sonne und Meer tanken. Wer gleich nach Bekanntgabe der Auslosung schaltet und seine Fanreise bucht, kann von günstigen Frühbucherrabatten und All-in-one-Reisepaketen profitieren.

Das Stadion des AS Monaco liegt mitten im Stadtteil Fontvieille, in dem es alles gibt, was man so braucht: ein riesiger Supermarkt mit Wow-Effekt, der auch nach französischen Maßstäben etwas Besonderes ist, Bars, Cafés, Schwimmbäder, Restaurants, Boutiquen. Wer Lust hat Fußball mit (noch mehr) Kultur zu verbinden, kommt in Monaco auf seine Kosten. Konzerte und Ausstellungen, die in Monaco stattfinden, werden häufig vom Fürstenhaus subventioniert und sind erstaunlich günstig. Wem das alles trotzdem zu mondän ist, der fährt einfach nach dem Spiel ein paar Kilometer weiter nach Frankreich. Dort findet sich direkt am Meer ganz sicher das eine oder andere chillige Plätzchen.

Bekannte Fußballer und Thierry Henry

Die Liste der namhaften Spieler, die bereits für den AS Monaco auf dem Platz standen, ist lang. Das könnte daran liegen, dass Monaco nicht nur aus fußballerischen Gründen ein reizvolles Ziel für einen Zwischenstopp ist. Zu den Ex-Monegassen zählen z.B. der legendäre, aber trainingsfaule Kameruner Nationalstürmer Roger Milla, enfant teribble der 1970er und 1980er Jahre, der französische Weltmeister Youri Djorkaeff, der sich später beim 1. FC Kaiserslautern mit Trainer Andi Brehme in den Haaren hatte, oder Willy Sagnol, der im Jahr 2000 mit Monaco den bisher letzten Meistertitel holte, bevor er zum FC Bayern München wechselte und dort zum Publikumsliebling avancierte. Vielleicht der bekannteste Name in der Reihe: der französische Superstar Thierry Henry, der in der Jugend beim AS Monaco spielte und dort auch seine ersten Profijahre verbrachte.