Chelsea London

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Chelsea London wurde im Jahr 1905 gegründet und zählt zu den erfolgreichsten englischen Fußballclubs der letzten Jahrzehnte. Das Team aus dem Londoner Stadtteil Fulham konnte seine wichtigsten Erfolge im 21. Jahrhundert erringen, wozu mehrere Meisterschaften sowie der Sieg der Champions League 2012 zählten. Über Jahrzehnte hinter den Erfolgen anderer Londoner Mannschaften wie Arsenal stehend, beeinflusste vor allem der russische Öl-Milliardär Roman Abramowitsch seit 2003 die Geschicke des Vereins. Mit Investitionen von nahezu einer Milliarde Euro über ein Jahrzehnt hinweg hat Chelsea London viele Erfolge seinem spendierfreudigen Geldgeber zu verdanken, weshalb der Club bei der europäischen Konkurrenz und kleineren Vereinen der Insel einen tendenziell negativen Ruf besitzt.

Stamford Bridge, Chelsea London StadionStamford Bridge Tribüne, Stadion Chelsea London
Stamford Bridge
Stamford Bridge
Fulham Rd, London SW6 1HS,
Vereinigtes Königreich
Fulham
Zentral, Fulham Road und King’s Road mit Cafés, Bars, Hotels, Shops
28.04.1877
1905, 1973, 1984, 1990–1998
120.000
41.789 Plätze
41.546 (Saison 14/15)
Südtribüne the „Shed End“

Heimat des FC Chelsea: Die Stamford Bridge

Die Stamford Bridge fasst knapp 42.000 Zuschauer, wurde 1877 eröffnet und wäre fast das Heimstadion des FC Fulham geworden. Nach einigen Umbaumaßnahmen der letzten Jahrzehnte ist das Stadion seit 2001 ein reines Fußballstadion, das berühmte „Shed End“ als heimische Stehplatztribüne existiert in dieser Form nicht mehr. Dies macht sich auch in der Stimmung und Akustik bemerkbar, wobei die fast ausnahmslos überdachten Sitzplatztribünen klassische Stehplätze in diversen britischen Großarenen ersetzt haben. Der älteste Teil der Stamford Bridge ist der East Stand, mit dem Fußballnostalgiker gerade einmal in die 1970er Jahre abtauchen können.

Support und Fans von Chelsea London

Die so legendäre britische Fankultur hat über die letzten Jahre stark gelitten und wird im Vergleich zu deutschen Stadien als ruhig oder sogar leblos empfunden. Bei Chelsea London ist diese Entwicklung stark ausgeprägt, was vor allem dem eher noblen und gehobenen Zuschauerklientel der Ära Abramowitsch zuzuschreiben ist. Das Stadion weist einen Zuschauerschnitt von mehr als 40.000 Besuchern bei Ligaspielen auf, bei internationalen Wettbewerben ist die Stamford Bridge mit ihrem leicht reduzierten Kartenkontingent durchweg ausverkauft. Echte Fanfeindschaften gibt es nicht, eher einen gesunden Wettbewerb mit Spitzenclubs wie ManU oder Arsenal.

Chelsea im Londoner Stadtteil Fulham besuchen

Fulham im Westen des Greater London ist wenige U-Bahn-Stationen vom Zentrum der britischen Hauptstadt entfernt, so dass ein Besuch aller touristischen Sehenswürdigkeiten vom Buckingham Palace bis zur Tower Bridge ohne Umwege möglich ist. Der Stadtteil Fulham für sich alleine besitzt knapp 150.000 Einwohner und bietet in seiner Infrastruktur das Flair einer kleinen, aber gehobenen Großstadt. Die Anreise zur Stamford Bridge gelingt aus allen Richtungen der Stadt besonders einfach, Haltestelle ist der Fulham Broadway. Die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel ist dringend anzuraten, da rund ums Stadion von Chelsea London kaum Parkplätze anzutreffen sind.

London: Für Fußballfans immer eine Reise wert

Chelsea London bietet zweifelsohne nicht die Stimmung der Anfield Road in Liverpool und genießt international nicht das Ansehen von Manchester United. Der Besuch in London ist für Fußballfans dennoch lohnenswert, da die Einreise mit einer Stunde Flug mühelos möglich ist und das Eintauchen in eine der aufregendsten und multikulturellsten Städte unseres Kontinents wartet. Achtung: London ist teuer und die Eintrittskarten für den FC Chelsea sind es genauso. Selbst wenn viele deutsche Clubs nicht als Favorit an die Stamford Bridge reisen dürften: Sehenswürdigkeiten jenseits von Fulham gibt es ebenso wie diverse Biersorten – mittlerweile ohne Sperrstunde.

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