Arsenal London

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Arsenal London Stadion

Der FC Arsenal London (Arsenal Football Club) wurde 1886 gegründet. Knapp 30 Jahre nach der Gründung des Vereins spielte Arsenal in der Saison 1914/15 letztmalig in der zweiten englischen Liga. Nach vierjähriger Kriegspause konnte Arsenal schließlich ab 1919 in der ersten Liga antreten, wo sie ohne Unterbrechung bis heute spielen. Im Londoner Ortsteil Holloway beheimatet, zählt Arsenal London mit 13 englischen Meisterschaften zu den erfolgreichsten Mannschaften der Premier League. Der englische Rekordpokalsieger (12 Mal FA-Cup) erreichte als erstes englisches Team ein Finale der Champions League (Saison 2005/06).

Emirates Stadion Arsenal London Aussenansicht Emirates Stadion Arsenal London Innenansicht
Emirates Stadium
Holloway
Emirates Stadium
Ashburton Grove
zentral
19.08.2006
60.272
59.992 (Saison 14/15)
Blöcke 20 – 23

Stadion von Arsenal London

Von 1913 bis 2006 spielten die „Gunners“ im Londoner Arsenal Stadion, das unter Anhängern meist nur „Highbury“ genannt wurde. Mitte der neunziger Jahre wurde die Kapazität als Folge auf die Katastrophe von Hillsborough von 57.000 auf knapp 40.000 Plätze reduziert. Aufgrund des Platzmangels und der fehlenden Ausbaumöglichkeiten wurde ein
etwa 500 Meter vom alten Stadion entfernt geplant und nach vierjähriger Bauzeit vor Beginn der Saison 2006/2007 fertiggestellt. Mit 60.000 Sitzplätzen ist Ashburton Grove, wie das Emirates Stadion unter den Arsenal London Fans heißt, das drittgrößte Fußballstadion Englands hinter den Stadien „Wembley“ und „Old Trafford“. Die vier Tribünen des Emirates haben die gleiche Bezeichnung wie im Highbury Stadion: Hinter den Toren sind die Tribünen „North Bank“ und „Clock End“ (Südtribüne) und auf der Geraden liegen „East Stand“ sowie der „West Stand“ als Haupttribüne.

Emirates_Stadium_Arsenal_London

Gästeblock im Emirates Stadium

Stadionplan_Emirates_Stadion_FC_Arsenal

Der Gästeblock befindet sich im Unterrang zwischen Süd- und Osttribüne. Zu den Gästeblöcken zählen die Sektoren 20 bis 23. Das Gästekontingent liegt in der Regel bei ca. 3.000 Tickets. Die Stadiontore öffnen um 18 Uhr Ortszeit. Als Treffpunkt der Auswärtsfans vor den Spielen dient meistens der Finsbury Park ganz in der Nähe des Stadions. Der Gästeblock wird von Auswärtsfahrern häufig als Stehplatzblock ohne die auf den Karten befindlich Zuteilung der Sitze genutzt. Wer sich außerhalb der regulären Gästeblöcke befindet muss sich an die Regeln halten. So gibt es im Stadion von Arsenal einen SMS-Service um den Stewart bei Regelverstößen herbeizurufen. Dazu zählt Rauchen genauso gut wie zu viel Stehen.

Stadiontour:Die „Arsenal Stadium Tour“ ist eine Tour mit Audioguide durch das Emirates Stadium inklusive Besuch das Vereinsmuseums. Wahlweise gibt es für den doppelten Preis (von den Preisen unten) eine Legends Tour mit Ex-Profis als Tourguides.

  • Preise: Erwachsene(r): £20, Kind bis 16: £10 , Kind unter 5: Frei
  • Dauer: 60 – 90 min

Is Highbury a Library? Über Fans und Atmosphäre bei Arsenal

Die Fans von Arsenal London nennen sich „The Gooners“ und gelten als sehr loyal gegenüber ihrem Team. Fast jedes Spiel der letzten 10 Jahre war ausverkauft. Trotz der europaweit höchsten Ticketpreise besuchen somit im Durchschnitt knapp 60.000 Zuschauer ein Heimspiel von Arsenal London. Mit angeblich 27 Millionen Fans hat Arsenal weltweit die drittgrößte Fangemeinde.

Allerdings ist die Atmosphäre bei Arsenal seit jeher umstritten. Im alten Stadion Highbury wurde wegen der ruhigen Atmosphäre wegen der Zusatz „Library“ (zu deutsch Bibliothek) vergeben. Daran hat sich durch den Umzug ins Emirates nichts geändert – im Gegenteil. Hohe Ticketpreise und der damit einhergehende Wandel in britischen Stadien verstärkten zuletzt das Problem mit der Ruhe im Stadion.

London als Kurztripziel

London ist für Fußballbegeisterte ein kleines Mekka: 13 verschiedene Fußballklubs sind in der englischen Metropole und Landeshauptstadt ansässig – sechs Teams davon spielen in der Premier League. Alleine mit der Besichtigung der Stadien von Arsenal London, FC Chelsea, Tottenham Hotspur und West Ham United könnte man bequem einige Tage verbringen. Doch London bietet abseits des Fußballs noch so viel mehr.

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