10 Tipps für Besucher des Stadio San Paolo vom SSC Neapel

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Stadio San Paolo, Stadion vom SSC Neapel, Luftbild

Der SSC Neapel entwickelte sich in den letzten Jahren wieder zu einem echten Top-Klub in der Serie A – seit 2010 qualifizierte sich Napoli jedes Jahr für Europa! Seither traf man dreimal auf deutsche Teams, wobei die Italiener in allen drei Heimspielen im Stadio San Paolo ungeschlagen blieben. Für alle zukünftigen Auswärtsfahrer hat unsere Redaktion zehn wissenswerte Punkte zusammengestellt.

1Bis hierhin sollte man es spätestens bis Anpfiff geschafft haben: Stadio San Paolo!

Die Heimat des SSC umfasst heute mehr als 60.000 Plätze und ist damit das drittgrößte Fußballstadion der Serie A. Als es im Jahr 1959 seine Tore erstmals öffnete hieß es noch Stadio del Sol und hatte ein Fassungsvermögen von 87.000 Zuschauern.

2Das Stadio San Paolo im Jahr 1987

In der Saison 1986/87 feierte der SSC Neapel seine erste italienische Meisterschaft. Dabei reichte am 10. Mai 1987 ein 1:1-Unentschieden gegen Florenz, um den Meisterschaftsjubel im Stadio San Paolo ausbrechen zu lassen!

3Fußball im Stadion, Futtern im Stadtzentrum

Das Stadion befindet sich etwa neun Kilometer westlich des Stadtzentrums. Die Verpflegungsmöglichkeiten im Stadion selbst sind eher dürftig und auch im näheren Stadionumfeld sieht es nicht unbedingt besser aus. Wem ein Stück Pizza reicht, der kann eines auf dem Weg zum Stadion bei einem Straßenverkäufer ergattern – für alle anderen empfiehlt sich das Stadtzentrum mit etlichen Restaurants und Bars.

4Der Hafenplatz „Stazione Marittima“

Der gemütliche Platz am Hafen von Neapel lädt bei schönem Wetter Besucher jeder Art zum Verweilen ein – zu einem leckeren Eis oder einem kühlen Bier gleichermaßen. Hier trafen sich beispielsweise die BVB-Fans vor ihrem Europapokal-Spiel im Stadio San Paolo. Allerdings organisierte der BVB damals Shuttle-Busse zum Stadion, weshalb zukünftige Auswärtsfahrer die Infos ihres Vereins vorab checken sollten!

5Stadionplan des Stadio San Paolo

Die Gästefans sitzen im braunen Sektor zwischen der Tribuna und der Curva A. Im Regelfall sitzen die Besucher nur im Oberrang, aber bei sehr beliebten Spielen öffnet Neapel ebenfalls den kleineren Unterrang. Allerdings haben Gäste von diesem aus oft eine schlechte Sicht, weil die Ränge nicht steil genug gebaut sind.

6Der Gästeblock kann scheinbar Spaß machen

Auch wenn die Gästefans zumeist nur im Oberrang sitzen, ist der Block groß genug, um ordentlich Ramba-Zamba zu machen. Interessant ist, dass sich der Block direkt neben der Curva A befindet, wo sich einige enthusiastische Heimfans aufhalten.

7Tifosi des SSC Neapel

Der Heimsupport der Napoli-Fans lässt sich generell als ordentlich bezeichnen. Die fanatischen Anhänger sitzen in der Curva A und der Curva B, wodurch die Mannschaft aus zwei Richtungen lautstarke Unterstützung erfährt. Dabei halten sich in der Curva A die jüngeren Supporter auf, während die älteren Gruppen wie die „Ultras Napoli 1972“ in der Curva B beheimatet sind.

8Die Hymne des Vereins zum Einlaufen

„Napoli, Napoli“ hört man kurz vor Spielbeginn im Stadio San Paolo. Allerdings bleibt die starke Fanbeteiligung, wie man sie von anderen Vereinshymnen kennt, oftmals aus. Die Fans machen stattdessen einen anderen Song zu ihrer Hymne!

9Das beliebteste Lied in den Kurven des Stadio San Paolo

Der Song „Un giorno all’improvviso“ ist zwar nicht die offizielle Hymne des Vereins, aber das wohl beliebteste Lied unter den Fans. Die inoffizielle Hymne ist eine abgewandelte Version des Songs „L’estate sta finendo“ von der Band Righeira und stammt aus dem Jahr 1985.

10WM 1990: Neapels Maradona schmeißt Italien raus!

Eine Geschichte, wie sie nur der Fußball schreiben kann: Diego Armando Maradona traf 1990 im WM-Halbfinale mit seinen Argentiniern auf Italien. Austragungsort war das Stadio San Paolo, in dem Maradona alle zwei Wochen mit seinem Verein Neapel in der Liga spielte. Ausgerechnet der Star und Publikumsliebling der Napoli-Fans traf im Elfmeterschießen zum entscheidenden 5 zu 4 für Argentinien und zerstörte die Titelträume der italienischen Anhänger.

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