Fußballarena statt Olympiastadion – Hertha BSC will ein neues Stadion

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Olympiastadion Berlin

Der letzte Verein in der Bundesliga ohne eigenes Stadion ist ausgerechnet der Hauptstadtklub Hertha BSC. Noch trägt die „Alte Dame“ ihre Heimspiele im Berliner Olympiastadion aus, welches der Verein zur Miete bezieht. Jetzt stellt Hertha BSC ein eigenes Stadion in Aussicht – planmäßig ab 2025.

Warum ein neues Stadion?

Die momentane Heimspielstätte von Hertha BSC – das Olympiastadion mit ca 75.000 Plätzen – kriegt der Hauptstadtverein nicht voll. Mit einer Stadionauslastung von 65 Prozent ist Hertha nicht nur Schlusslicht der Liga, sondern hat mit Abstand die meisten freien Plätze im Stadion – der Ligaschnitt beträgt mehr als 92 Prozent. Zudem befindet sich das Stadion im Besitz des Landes Berlin. Hertha zahlt Miete, um seine Heimspiele dort austragen zu dürfen. Auch die Laufbahn im Olympiastadion stört, Hertha BSC will eine Fußballarena!

Wie sehen die genauen Pläne aus?

Hertha BSC hat nun das Ergebnis einer umfangreichen Standortanalyse veröffentlicht: Die neue 55.000-Mann große Arena soll im Olympiapark direkt neben dem Olympiastadion enstehen. Der Berliner Slogan „Steil.Nah.Laut!“ zeigt, was sich der Verein erhofft. Diese Hoffnung kann der Berliner Senat zerstören, wenn er das Bauvorhaben im Olympiapark nicht genehmigt. Als Alternative nennt Hertha den Brandenburg Park – 20 Minuten Fahrt vom Berliner Stadtzentrum entfernt.

Endlich Europapokal-Atmosphäre?

Bisher trug Hertha die Qualifikationsspiele für die europäischen Wettbewerbe im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark aus – ein kleines Berliner Stadion, das knapp 20.000 Plätze bietet. Wenn man sich dann mal qualifiziert hatte, spielte die Hertha ihre Gruppenspiele im Olympiastadion. Im fast leeren Stadion kam aber keine echte Europacup-Atmosphäre auf. Die neue Arena würde das Feeling verbessern und vielleicht sogar mehr Leute ins Stadion locken.

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